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Was wäre, wenn es das Internet morgen nicht mehr geben würde?

Jeden Tag nutzen weltweit Millionen von Menschen das Internet, um sich ihren Alltag zu erleichtern. Viele Menschen machen sich über die reine Nutzung des Internets keine Gedanken mehr, da das Netz schlicht und ergreifend als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Doch was, wenn es das Internet auf einmal nicht mehr gäbe?

Wenn einmal Diskussionen über das Netz auftauchen, dann sind diese für gewöhnlich im Bereich der Sicherheit angesiedelt, da sich der Nutzer durch die reine Nutzung des Internets in Bezug auf seine persönlichen Daten sowie seiner Aktivitäten im Netz auf jeden Fall angreifbar macht. Der Gedankengang „Was wäre, wenn es morgen kein Internet mehr gäbe?“ ist in diesem Zusammenhang besonders interessant, da sich das Netz bereits als feste Größe im Leben des Menschen etabliert hat. Fakt ist, dass sich das Leben ohne Internet für jeden einzelnen Menschen durchaus merklich verändern würde und dass diese Veränderung nicht unbedingt zwingend positiv ist.

Suchtfaktor Internet

Natürlich wäre es blauäugig zu denken, dass das Internet als reiner Segen der Menschheit anzusehen ist. Mit der Öffnung des Netzes für den privaten Gebrauch haben sich gänzlich neue Krankheitsbilder wie beispielsweise die Internetsucht, die im asiatischen Raum bereits als eigenständige Krankheit anerkannt wird, in das Leben des Menschen eingeschlichen. Diese Krankheit gab es natürlich vor der Einführung des Internets nicht, doch könnte man diesem Umstand das Argument entgegenhalten, dass der suchtanfällige Mensch von nahezu jedem Aspekt des Lebens süchtig werden kann. Diesen Aspekt daher als reines Negativargument zu Lasten des Internets auszulegen wäre äußerst einseitig argumentiert, zumal ohne das Internet immer noch der Aspekt der Handysucht gegeben wäre. Doch seien wir einmal ehrlich: Nutzen die meisten von uns das Internet – speziell auf unseren Smartphones – nicht eindeutig zu häufig?

Die  Veränderungen im Bildungs-, Wirtschafts- und Privatleben

Im Bereich der Bildung leistet das Internet erfreulicherweise jeden Tag aufs Neue regelrechte Höchstleistungen, da gerade Schüler und Studenten das Netz als wichtige Quelle nutzen können. Zwar muss immer noch die Quelle als solches überprüft werden – immerhin lebt das Internet von den Beiträgen von Menschen und bietet daher Ansätze für Fehler – doch wäre ohne das Internet eine wichtige Quelle im Leben des Menschen schlichtweg nicht mehr vorhanden. Mit diesem Wegfall würden zudem auch viele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, was alleine dadurch deutlich wird, wenn man bedenkt wie viele Webseiten es gibt und wie viele Internet-Unternehmen tausende von Menschen beschäftigen (wie mit die größten Unternehmen der Welt: Google und Facebook).

Dank des Internets ist der Mensch auch ein Stück weit flexibler geworden, da das Internet auch als wichtiger Marktplatz seinen Platz im Leben des Menschen hat. Gerade Arbeitnehmer im Schichtsystem, die aufgrund ihrer Arbeitsverpflichtung nur zu Unzeiten die Gelegenheit des Einkaufs haben, können online ihre Einkäufe tätigen und sich diese Einkäufe sogar bequem und kostengünstig nach Hause schicken lassen. Dank des Internets kann der Mensch bei seinen Einkäufen sogar bares Geld einsparen, da das Netz einen transparenten Vergleich aller Angebote aus nahezu jeder Branche problemlos per Mausklick ermöglicht. Ein Preisvergleich war in früheren Zeiten ohne das Internet oftmals mühselig und zeitaufwendig, da man auf Werbemittel der einzelnen Anbieter angewiesen war.

Das neue Unterhaltungszeitalter

Durch das Internet wurde eine wahre Vielzahl von Unterhaltungsmedien bequem von Zuhause aus verfügbar. Waren früher beispielsweise Filmfreunde gezwungen, den Weg in die klassische Videothek anzutreten um in den Genuss von Neuheiten zu kommen, so sind diese Blockbuster bei einer entsprechenden Verbindungsgeschwindigkeit nahezu jederorts per Mausklick verfügbar. Das Internet hat in diesem Bereich einen echten Beitrag zur Benutzerfreundlichkeit geleistet und auch für Spielefreunde gab es mit dem Aufkommen der kostenlosen Browsergames durchaus unterhaltsame Stunden.

Kostenfreier Kontakt zu allen Menschen auf der Welt

Dank des Internets haben soziale Netzwerke ihren Weg in das Leben des Menschen gefunden. Die Nutzung von Facebook & Co. wird zwar noch immer von einigen Menschen im Hinblick auf den Datenschutz mit einer gesunden Skepsis betrachtet, doch können diese sozialen Netzwerke auch das Leben des Menschen bereichern. Gerade Internetnutzer, die Freunde und Verwandte in fernen Ländern haben, können mit dem Internet den Kontakt zu den Lieben auf dem anderen Kontinent kostengünstig aufrechterhalten. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist das ferne Australien am anderen Ende der Welt. War früher die Kommunikation mit den Aussie-Freunden oder Verwandten extrem teuer, da Ferngespräche sich merklich auf die Telefonrechnung niedergeschlagen haben, so kann mittels Skype und Co. heutzutage täglich mit den geliebten Menschen kostenlos kommuniziert werden. In diesem Bereich ist das Internet ein regelrechter Segen, auch wenn die erhöhte Form der Kommunikation bei gewissen Menschen nicht immer helle Freude auslöst, da die Kommunikation nunmehr zu jeder Tages- und auch Nachtzeit ohne Angst vor großen Rechnungen möglich ist.

Das Internet ist mehr Segen als Fluch

Als Fazit kann festgehalten werden, dass das Internet seinen Status im Leben des Menschen völlig zu Recht innehat und dass ohne das Internet das reine Leben als solches wieder ein Stück komplizierter werden würde. Zwar wird jeder Besitzer der klassischen Videothek die Einführung der Streaming-Dienste verflucht haben – immerhin zeichnet sich dieser Bereich des Internets für den Niedergang einer ganzen Branche verantwortlich, an der auch Arbeitsplätze und Existenzen hängen – doch überwiegen letztlich die positiven Begleiterscheinungen der weltweiten Vernetzung. Das Internet ist kein Monster, das Internet ist vielmehr eine Informationsquelle mit sehr guten Interaktionsmöglichkeiten für den Nutzer. Den Gegnern des Internets kann durchaus entgegengehalten werden, dass letztlich niemand gezwungen wird, seinen Weg in das weltweite Netz zu tätigen und dass es durchaus noch genügend Aspekte im Leben des Menschen gibt, die offline stattfinden. Wer jedoch jüngst ein Schnäppchen-Kauf im Netz getätigt hat oder eine schöne Nachricht aus dem Ausland von Freunden oder Verwandten erhielt, der wird auf die Vorzüge des weltweiten Netzes schlichtweg nicht mehr verzichten wollen.

Was du dennoch aktiv tun kannst

Es gibt einige Dinge, auf die man achten kann, mit denen man ein wenig gegen seine eigene „Internet- und Handysucht“ entgegenwirken möchte:  Ich nehme mittlerweile zum Beispiel mein Handy zum schlafen gehen nicht mehr mit ans Bett, denn die Verlockung ist doch zu groß noch einmal ins Internet zu schauen. Nachts habe ich sowieso immer den Flugmodus an, aber nun lasse ich das Handy auch bewusst in einem anderen Zimmer liegen, so dass ich gar nicht erst die Möglichkeit habe es noch einmal in die Hand zu nehmen. Und wenn ich mit meinem Hund rausgehe, dann nehme ich mein Handy nur noch mit, da es eine tolle Kamera enthält. Aber dabei schalte ich einfach den Offline-Modus ein, so dass ich mich mehr auf das Hier und Jetzt konzentrieren kann.

Hast du das auch schon einmal gemacht? Nimm dir einfach mal eine Internetfreie Zeit. Und wenn es nur wenige Stunden sind. Lass dein Handy einfach mal Zuhause. Entspanne dich. Du wirst dich vielleicht zunächst etwas „nackt“ vorkommen, aber schon nach kurzer Zeit wirst du vielleicht feststellen, dass du dich innerlich sehr entspannst…

Bildquelle: Titelbild: rawpixel © 123RF.com

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