Dein Lifestyle

Sind (Web-)Designer und Programmierer bald überflüssig?

Web-Designer-und-Programmierer

In den letzten Jahren hat sich der Internet-Markt sehr verändert:

So war es vor 10 Jahren für einen Laien noch recht kompliziert, sich ohne Programmierkenntnisse eine schöne und funktionale Webseite zu erstellen. Wer früher eine Webseite haben wollte, musste sich mindestens mit HTML auskennen oder einen Programmierer und/oder Webdesigner beauftragen.

Heute kann sich dagegen jeder sehr einfach eine eigene Webseite erstellen, auch professionell für sein eigenes Unternehmen. Tipps und Anleitungen dazu findet man zum Beispiel hier.

Jeder kann sich eine eigene Webseite erstellen

Gerade das CMS System WordPress hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt – und es ist kostenlos. Dazu gibt es zahlreiche Webseiten-Vorlagen, kombiniert mit zahlreichen praktischen Tools wie Kontaktformularen, Newsletter Plugins etc. Es gibt sogar Plugins, die eine Webseite mit wenigen Klicks in einen Online-Shop verwandeln. Die größte Auswahl an WordPress Themes gibt es dabei bei Themeforest*.

Hosting Anbieter wie Goneo* oder All-Inkl.* vereinfachen die Installation von WordPress und Co. dazu. So ist eine Webseite mit wenig Aufwand eingerichtet – auch ohne jede Ahnung von der Materie. Man muss sicher nicht Informatik oder Webdesign studiert haben, um sich eine eigene Webseite zu erstellen.

Und da stellt sich die Frage: Werden (Web-)Designer und Programmierer bald überflüssig?

Online-Software ist seit Jahren auf dem Vormarsch

Programmierer sind natürlich nicht nur imstande, Webseiten zu erstellen, sondern sind meist auch darauf spezialisiert, Software zu schreiben. Deshalb werden es Software-Programmierer in Zukunft vermutlich einfacher haben als beispielsweise Webdesigner.

Auch in den kommenden Jahren werden wir Software benötigen, wobei es hier auch immer mehr Online-Lösungen gibt. Der Trend geht ganz klar in die Richtung, dass man Software online von überall aus nutzen kann und man gar nicht mehr einen einmaligen Betrag bezahlt, sondern eine monatliche Gebühr. Das erspart es dann aber natürlich wiederum eine neue Version zu kaufen, denn Updates und Weiterentwicklungen kommen natürlich automatisch dazu. Meist kommen diese Lösungen aus den USA, sind aber mittlerweile auch auf Deutsch verfügbar. Komplette CRM Systeme können online genutzt werden und sind dazu zu sehr erschwinglichen Preisen erhältlich, was es natürlich für viele Unternehmen sehr lukrativ macht, diese gegenüber individuellen Lösungen vorzuziehen. Doch oft kommt man an individuellen Lösungen einfach nicht vorbei – aber selbst hier bieten die Online-Anbieter mittlerweile passende Angebote an.

(Grafik-)Design lernen dank YouTube und Co.

Auch bei Grafik-Designern ist ein ähnlicher Trend erkennbar: Das Internet ist voll mit Design-Vorlagen, die für geringes Entgelt erworben, bearbeitet und für eigene Zwecke verwendet werden können.

Zu den professionellen Designern gesellen sich dann viele Hobby-Designer, die ihre Dienste günstig auf 99designs und Co. anbieten. Dank YouTube kann eben jeder lernen, wie man mit den bekanntesten Grafikprogrammen atemberaubende Effekte zaubert oder ein gut aussehendes Logo kreiert.

Design-lernen

Online-Bildbearbeitung für jedermann

Früher hat man an seinem (Windows-)PC meist Paint genutzt, um Grafiken zu erstellen oder zu bearbeiten. Natürlich kam schnell professionelle Software wie PhotoShop hinzu, doch mittlerweile gibt es auch hier viele teils kostenlose Online-Alternativen. So lassen sich mit PicMonkey* beispielsweise sehr gut Grafiken mit nur wenigen Klicks sehr einfach bearbeiten.

Für was braucht man also noch (Web-)Designer und Programmierer?

Nun, eines ist ganz klar: Irgendjemand muss die zahlreichen Webseiten-, Grafik-Vorlagen und Online-Tools ja auch erstellen, doch wird es vielleicht irgendwann so sein, dass es nur noch ein oder zwei große Unternehmen gibt, die sich ausschließlich darauf spezialisiert haben? Oder wird es sogar eine Software geben, die automatisch Vorlagen kreieren kann? Wer weiß das schon.

Was machen dann die vielen Agenturen oder was macht man speziell als Freelancer? Es wird sicher enger werden und der Wettbewerb gegen die vielen kostengünstigen Alternativen im Netz ist längst im vollen Gang.

Sicherlich wird es auch in Zukunft den „klassischen“ Programmiere und Designer geben: So werden gerade große Unternehmen immer individuelle Lösungen bevorzugen. Dennoch sollte man als Programmierer oder (Web-)Designer vorausschauend denken und sich einen Plan für die Zukunft erstellen.

Programmierer

Individuelle Lösungen und Spezialisierung

Programmierer und (Web-)Designer müssen umdenken und mit den neuen Trends gehen. Eine gute Zukunfts-Lösung könnte sein, dass man sich auf ein zukunftssicheres Thema spezialisiert, welches man dann perfekt beherrscht und hierzu spezielle individuelle Lösungen anbietet.

Schon heute ist dieser Trend sichtbar. In den letzten Jahren und auch heute noch ist man als App-Programmierer zum Beispiel sehr hoch im Kurs. Doch wer weiß, was hier die Zukunft bringt? App-Programmierung ist auch kein Hexenwerk mehr.

Programmierer und (Web-)Designer, die sich geschickt anstellen, werden immer ihre Aufträge, Projekte oder Arbeitgeber haben. Die Selbstständigkeit wird dabei für sie auch in Zukunft immer lukrativer, gerade wenn sie sich mit einer guten Idee auf ein spezielles Thema spezialisieren.

Für wen die Zukunft schwierig wird

Programmierer und Webdesigner, die sich einzig und allein auf kleine Unternehmenswebseiten spezialisiert haben, werden es sicher schwer haben in naher Zukunft. Denn eine Unternehmensseite kann heute jeder erstellen – oder wenn man einen Studenten für ein paar Euro anheuert. Es ist keine Kunst mehr.

Bei klassischen Designern sieht es nicht anders aus: Wer sich bisher auf kleine Unternehmen spezialisiert hat, wird in Zukunft noch mehr gegen „Billig-Anbieter“ ankämpfen müssen. Ein Schrift-Logo kann heute jeder in wenigen Minuten selbst machen. Tausende Schriftvorlagen gibt es zum Beispiel auf 1001fonts.com.

Über Anbieter wie 99designs und Co. haben gute Designer aber auch einen Vorteil: Sie können sich einen Namen machen und kommen über diese Plattformen leichter an Kunden als jemals zuvor. Wenn auch vielleicht für weniger Verdienst als sonst üblich.

Es ist wichtig, dass man schon jetzt für die Zukunft vorausplant und sich auf einen zukunftssicheren Markt spezialisiert.

Was ist der Markt der Zukunft?

Niemand kann heute mit Gewissheit sagen, was die Zukunft bringen wird, gerade wenn man die rasante Entwicklung der letzten 10 Jahre betrachtet. Dabei ist es natürlich auch Typ-abhängig, für was man sich interessiert. App-Entwickler sind heute sehr gefragt und werden auch in Zukunft gefragt sein. Genauso könnte es gut sein, dass Software Entwickler für Smartwatches – oder besser gleich für Google Glass und Co. sehr nachgefragt sein werden. Sicher werden die Technologien sich immer weiter entwickeln – bald sind 3D-Gamingbrillen genauso normal, wie heute das Smartphone in der Hosentasche.

Fazit

Es wird sicher auch in Zukunft (Web-)Designer und Programmierer geben, doch hat bei den meisten von ihnen schon ein Umdenken stattgefunden. Die Online-Technologien haben sich in einer rasanten Geschwindigkeit entwickelt. Dies können sowohl (Web-)Designer, also auch Programmierer, aber auch zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie ihr Angebot den neuen Technologien anpassen. In kaum einer anderen Branche ist es so wichtig, sich fortzubilden und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Wer heute Kunden noch eine Webseite verkaufen möchte, die mit reinem HTML erstellt wurde und die nicht einmal für die mobile Ansicht optimiert ist, der wird es sehr schwer haben. Wer sich auf Märkte der Zukunft spezialisiert oder wer zum Beispiel erkennt, dass immer mehr Menschen ihr eigenes Online-Business starten und sich darauf spezialisiert hilfreiche Plugins zu erstellen und kostenpflichtig anzubieten, der wird auch in Zukunft großen Erfolg als (Web-)Designer oder Programmierer haben.

Was glaubst du, wie sich die Branche in Zukunft entwickeln wird? Ich bin auf deine Meinung gespannt…

HAT DIR DER ARTIKEL GEFALLEN?

_____________

Dann teile ihn mit anderen und hinterlasse mir einen Kommentar! So trägst du dazu bei, dass dieser Blog wächst :-)

Dazu kannst du dich in meinen Newsletter eintragen:

Passende Artikel
Die_Welt_Ein_Stück_Besser_Machen
Mach die Welt ein Stück besser
Eine-Illusion-der-4-Stunden-Woche
Die Illusion der 4-Stunden-Woche
2 Kommentare
  • Chris Gerber Sep 3,2015 at 12:48

    Hallo, ich finde deinen Beitrag gut. Es ist schön das sich jemand mit dem Thema auseinandersetzt oder es anspricht.

    Ich denke das zukünftig Designer und Programmierer eher andere Aufgabengebiete haben werden. Eine Software kann niemals die Kreativität und dem Einfallsreichtum eines Menschen gleich kommen.
    Warum müssen Programmierer und Designer den Trends folgen? Ich setze viel lieber einen neuen Trend.

  • Johannes | Nischenpresse Aug 30,2015 at 17:29

    Wenn ich webdesigner wäre, würde ich eigene Premium themes für WordPress entwickeln. Der weltweite Absatzmarkt macht das extrem lukrativ.

    Kaltaquise, um den Elektriker um die Ecke eine Webseite zu verkaufen ist ein Auslaufmodell.

Kommentar hinterlassen

Dein Kommentar*

Dein Name*
Deine Webseite